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1954 | 1958 bis 1970 | 1970 - 1976 | 1977 - 1982 | 1983 - 1992 | 1993 | 1994 - 1995 | 1995-2010 | ab 2011


CHRONIK


Advent 1954 Einweihung der Martin-Luther-Kirche Iserbrook


01.11.1954 Einstellung des ersten Kantors der Gemeinde, Herrn Udo Sternberg, Beginn der kirchenmusikalischen Arbeit, Aufbau der Chorarbeit



1958 - 1970 Kantor und Organist Klaus Vetter


Auszug aus der Festschrift zum 25. Kirchweih-Jubiläum 1979:


"Ende 1958 übernahm Herr Klaus Vetter aus Dithmarschen kommend das Kantoren- und Organistenamt. Es gelang ihm in kurzer Zeit, aus einem kleinen Chor eine Klangkörper zu schaffen, der bald über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt wurde. Vetter verstand es, viele junge Menschen für die Kirchenmusik zu begeistern, wobei er von seiner Frau Ada sehr unterstützt wurde, zumal auch sie einige Jahre den Kinderchor leitete. Darüber hinaus bot Frau Vetter jederzeit Künstlern und Sängern ein offenes und gastliches Haus. Alles dies trug dazu bei, den Chor an die großen Meister der Kirchenmusik heranzuführen. Von Mozart (Krönungsmesse, Requiem), Schütz, Bach (Johannes- und Matthäuspassion, Weihnachtsoratorium), Händel (Messias), Bruckner (Missa solemnis und eine Messe) bis zu den Modernen wie Britten (Te Deum), Hindemith (apparabit repentina dies) und Fortner (eine deutsche Liedmesse).


Manche Gottesdienste wurden als Kantatengottesdienst nach der Form und mit einer Bachkantate gehalten.


Besonders erwähnt werden sollen die Konzertreisen, die Vetter mit seiner Kantorei weit über Deutschland's Grenzen hinaus ins Ausland unternahm, die erste Reise bereits 1961 nach Schweden. Es folgten dann in Abständen Reisen nach Dänemark, Holland und Norwegen."


Ganz besonders bedauert wurde es, als Herr Vetter die Gemeinde mit dem 31.12.1969 verliess, um die Kantorenstelle an der Osterkirche in Bramfeld zu übernehmen. Zur gleichen Zeit wurde ihm eine Professorenstelle an der Hochschule für Musik in Hamburg übertragen."


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1970-1976 Nach kurzer Vakanzzeit wurde Frau Brigitte Webel, später verheiratete Schwedler, Nachfolgerin von Herrn Vetter. Aus der Festschrift 1979:" Nach dem Weggang von Vetter war der Chor ziemlich auseinander gefallen. Fräulein Webel verstand es, ihn unter Zuziehung von jungen Menschen aus dem Jugendchor neu aufzubauen. Als Chorleiterin betätigte sie sich eher auf kammermusikalischem Gebiet. Das Kammerkonzert von den alten Meistern bis zu den Romantikern galt ihrer besonderen Pflege. Auf der Orgelbank war sie zuhause. Nach der Heirat mit Herrn Pastor Schwedler, der eine Pfarrstelle in Süderhastedt übernommen hatte, musste sie leider ihre liebgewordene kirchenmusikalische Tätigkeit am 31.12.1976 beenden, um ihrem Mann als Pfarrfrau zu Seite zu stehen. Nach dem Weggang von Frau Schwedler hielt das Chormitglied Paul Gülck den Chor zusammen und übte auch mit ihm, sodass besonders zu hohen Festen die Gemeindemitglieder mit geistlicher Musik erfreut werden konnten."


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1977-1982 Zum 1.10.1977 wurde Hans-Ulrich Nerger in die frei gewordenen Kirchenmusikerstelle berufen. Herr Nerger hatte in Iserbrook seine Jugendzeit als Sohn des hier tätigen Pastors Heinz Nerger verbracht. Die Chorarbeit nahm wieder Aufschwung. Bereits am 2.4.1978 wurde unter seiner Leitung die Osterkantate (Dialog zur Auferstehung) von Felicitas Kukuck uraufgeführt. Diese Aufführung wurde vom 3. Fernsehprogramm aufgenommen und am 20.4.1979 gesendet. Im Mai 1979 folgte die Krönungsmesse von Mozart. Zum 25jährigen Kirchweihjubiläum wurde am 1. Advent 1979 das Weihnachtsoratorium von Joh. Seb. Bach aufgeführt.

Weitere Werke: Johannespassion/Bach, Gospel/Musicals. Die Kinderchorarbeit unter Leitung von Petra Schrank nahm eine große Entwicklung. Freizeiten von Kantorei und Kinderchor sind den Teilnehmern noch heute in bleibender Erinnerung! – Fotos!


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1983–1992 nach einer mehrmonatigen Übergangszeit (in der das Chormitglied Paul Gülck dem Chor beim "Überleben" half!) konnten wir als Nachfolgerin von Uli Nerger die Kirchenmusikerin Bettina Hevendehl als neue Leiterin begrüßen. Der Chor war bis auf einen harten Kern sehr geschrumpft, große Aufbau- und Werbearbeit war nötig, was anfangs mit nur mäßigem Erfolg gelang, dann aber stetigen nachhaltigen Zuwachs brachte. Die Kantorei wuchs, Kinder-, Jugend- und Kammerchor wurden nach und nach gegründet, der Bläserchor neu installiert und vergrößert. Aufgeführte Werke u.a.: Messen, Kantaten und Motetten von Schubert, Mozart, Mendelssohn-Bartholdy, Rheinberger, Heinrich von Herzogenberg, Vierne; Weihnachtsoratorium von Saint-Saens, Messe Breve von Charles Gounod,; Messias, 1. Teil, von Händel, Oratorium "Die Geburt Christi" von Heinrich von Herzogenberg; Literatur der Bach-Familie: u.a. von Johann Michael Bach, Johann Christian Bach, von Orlando di Lasso, Thomas Morley, William Byrd, Pachelbel, Melchior Frank. Die Tradition des alljährlichen Sommersingens nahm ihren Anfang; in der Adventszeit gehörte das Krankenhaus- und Altenheimsingen zur schönen Aufgabe des Chores. Zur "Nacht der Chöre" im Kirchenkreis Blankenese war die Iserbrooker Kantorei regelmäßig dabei. Gemeinsam mit der Kantorei der Simeongemeinde in Osdorf, deren Leitung Bettina Hevendehls Lebenspartner Matthias Hartmann hatte, wurden auch größere Werke gemeinsam aufgeführt.


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1993 - Die Familie Hevendehl/Hartmann wurde mit Elias komplettiert. 1993 verließ uns die kleine Familie leider, um sich in Soltau niederzulassen. Für einige Aufführungen nahmen die Iserbrooker Sängerinnen und Sänger auch Autobahnfahrten in Kauf, um an der neuen Wirkungsstätte von Bettina und Matthias mitzusingen!


Die recht lange Übergangszeit bis zur Nachbesetzung der Kirchenmusikerstelle wurde dank der Betreuung durch die Kantorin der Bugenhagen-Gemeinde Ellen Schletzer überbrückt. Gemeinsam mit der Bugenhagener Kantorei führte die Iserbrooker Kantorei am 20.11.1993 Michael Haydns "Requiem" auf.


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1994-1995 Am 1.1.1994 trat Susanne Paulsen ihren Dienst an. Die Kantorei konnte unter ihrer Leitung die gleichermaßen abwechslungsreiche und anspruchsvolle Chorarbeit fortsetzen. Am 4.12.1994 führte die Kantorei aus Anlass des 40jährigen Kirchenjubiläums die Krönungsmesse von Mozart auf. Ein weiteres Highlight war die gemeinsame Teilnahme am Kirchentag in Hamburg (14.-18.6.1995). Die Reihe des Sommersingens wurde fortgesetzt. Aus persönlichen Gründen verließ uns Susanne leider schon im September 1995, um in Holland ihren Schwerpunkt Orgel- und Cembalospiel mit einem weiteren Studium zu vertiefen.


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1995 - 2010  Am 1.10.1995 trat der Kirchenmusiker Michael Matthiass seinen Dienst – auf einer aus Einsparungsgründen leider reduzierten 70%-Stelle – an. Seinen "Einstand" gab er gleich beim Adventskonzert am 17.12.1995 mit einem Programm von Brahms, Praetorius und Schütz. Die Anzahl der Kantoreimitglieder hat sich unter seiner Leitung von seinerzeit ca. 25 Mitgliedern auf über 50 Mitglieder verdoppelt. Regelmäßig wurden Chorfreizeiten/-wochenenden veranstaltet, z.T. auch in Begleitung einer Stimmbildnerin. In Abständen von ca. 1 bis 1 ½ Jahren wurden neben dem regelmäßigen Singen im Gottesdienst, dem Sommer- und Adventssingen und der musikalischen Gestaltung der Weihnachtsgottesdienste größere Werke zur Aufführung gebracht - siehe unter Repertoire - Nach fast 15 Jahren in Iserbrook hat Michael Matthiass die Leitung der Kantorei aus beruflichen Gründen abgegeben.

Beim musikalischen Gottesdienst am Karfreitag, 2.4.2010, verabschiedete er sich mit einem grossartigen Konzert (Werke von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Fiebig und Mauersberger).


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2010 - 2013  Am  01.05.2010 trat die Kirchenmusikerin Almut Stümke die Nachfolge von Michael Matthiass an. Unter ihrer Leitung wurden mehrere Gottesdienste, u.a. Sonntag Kantate, das Sommerfest  der Kirchengemeinde, das traditionelle Adventssingen am 2. Advent und die Christvesper am Heiligabend durch die Kantorei mitgestaltet.


Am Sonntag Lätare, 03.04.2011 erklang nach 12 Jahren wieder, diesmal unter der Leitung von Almut Stümke das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart in der sehr gut besuchten Martin-Luther-Kirche.

Während der Elternzeit von Almut Stümke ab Mai 2011 übernahm die Kirchenmusikerin Laura Jörres die Chorleitung und überbrückte mit Elan und viel Einfühlungsvermögen die Beurlaubungszeit von Frau Stümke. Seit Januar 2012 leitete Almut Stümke wieder die Kantorei. Ein weiterer musikalischer Höhepunkt wurde als Beitrag der Kantorei Sülldorf-Iserbrook zum Jahr der Kirchenmusik mit dem Schwerpunkt „Messe“ die Aufführung des Chor- Und Orchesterkonzerts am 28.10.2012. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Konservatorium wurden Werke von Bach (Lutherische Messe F-Dur), Vivaldi (Gloria RV 589) und Rutter (Te Deum) zu Gehör gebracht.


Almut Stümke musste wegen einer festen Anstellung bei der Schwedischen Kirche in Hamburg zum 30.09.2013 leider die Leitung der Kantorei Sülldorf-Iserbrook abgeben. Zum Abschied erklangen im Gottesdienst am 22.09.2013 u. a. aus der Messe von William Byrd das Gloria, ausserdem die Motette "Meine Seel ist stille" von Moritz Hauptmann und ein irischer Segen "Irish Blessing" (Trad.).


Seit 01.10.2013 leitet die Kirchenmusikerin Maria Jürgensen die Kantorei. Unter der Leitung von Maria Jürgensen wird die Konzertreihe im Abstand von rund 1 ½ Jahre fortgesetzt. Regelmäßig kommen außerdem kleinere Werke im Rahmen der musikalischen Abendgottesdienste und in verschiedenen Feiertagsgottesdiensten zur Aufführung (siehe auch unter Repertoire).





Chronik wird kontinuierlich fortgesetzt. (Stand: 14.07.2016)




© Autorin: Gisela Pauer


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Chronik der Kantorei

© 2002 - 2016 FKI Chronik Donnerstag, Juli 14, 2016

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